11. Spieltag / BVB v FC Bayern München 0:0

Wie soll man dieses 0:0 bewerten: Sich freuen über die gezeigte Leistung oder sich ärgern, weil ein Sieg gegen diese absolut irdischen Bayern allemal drin gewesen wäre? Ich neige stark zu ersterem, weil die Mannschaft phasenweise wirklich gut gespielt und 90 Minuten phantastisch gekämpft hat. Ich hatte mir schon gedacht, dass sie ein ordentliches Spiel machen würden; gegen die Bayern ist das paradoxerweise scheinbar einfacher, es liegt wohl daran, dass da wirklich immer alle 100% motiviert sind.

Absolut einverstanden war ich heute auch mit der Aufstellung. Endlich fand Thomas Doll den Mut, Christian Wörns einmal auf die Bank zu setzen - in der Innenverteidigung spielten Brzenska und Kovac, die ihre Sache bis auf zwei kleine Unsicherheiten Brzenskas in der Anfangsphase sehr gut machten. Federico stand ebenfalls zunächst nicht auf dem Platz - nach den zuletzt schwächeren Leistungen berechtigt. Und für Klimowicz startete Valdez - ebenfalls nachvollziehbar.
Der BVB machte von Beginn an viel Druck, was wohl das einzig mögliche Rezept gegen spielstarke Bayern sein kann. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel, in das die Gäste dann nach etwa 15-20 Minuten auch hineinfanden. Die Schwarz-Gelben hatten einige kleine Chancen, die Bayern dagegen die größte der ersten Hälfte: Ein zweifacher Lattenschuss, bei dem Weidenfeller etwas weit vor dem Tor zu stehen schien. Trotzdem, um das schon mal vorweg zu nehmen: Aufgrund der zweiten Hälfte wieder ein absolut überzeugender Auftritt unseres Keepers.
Dann war da noch die angebliche Notbremse von Philipp Degen an Klose, die Markus Merk nicht als Foul wertete. Der Schweizer drückt Klose ein wenig auf den Arm, ob der Nationalstürmer da gleich zu Boden gehen muss, kann man von den Bildern her nicht beurteilen. Merk sah es richtig: Wenn man Zweifel hat, gibt man nicht Rot. Die Karte sollte man sich besser für Fouls anderer Qualität aufsparen.

Es war natürlich ungemein spannend, wie immer gegen Bayern, und in Halbzeit 2 wurde es dann auch noch ein gutes Bundesligaspiel, und das lag vor allem am BVB. Zunächst sah es nicht unbedingt danach aus; wie schon öfter kam der Gegner frischer aus der Kabine. Nach einem Kuba-Fehlpass war Klose alleine in Richtung Tor unterwegs, aber Weidenfeller parierte stark mit dem Bein. Weniger gefährlich war ein Toni-Schuss etwas später.
Aber so ab der 55. Minute drehte der BVB auf und dominierte zeitweise nach Belieben. Hochkarätige Chancen durch Petric, Valdez, Kuba und Kringe wurden aber nicht genutzt. Und als Fan sitzt du dann da und hast Angst vor dem Bayern-Dusel. Aber obwohl der ganz große BVB-Druck in der letzten Viertelstunde nachließ und auch die Einwechslungen von Federico für Valdez und Klimowicz für Kuba nichts mehr brachten, schafften es die Bayern nicht, das Spiel noch für sich zu entscheiden, hatten eigentlich nur noch eine nennenswerte Chance, als nach einer Ecke Unordnung im Dortmunder Strafraum herrschte, ehe schließlich Brzenska klären konnte.

0:0, aber es war intensiv, überzeugend und hat Spaß gemacht. Ganz stark und unermüdlich, defensiv wie offensiv engagiert, war Tinga. Sehr überzeugend auch Dede und Kringe, Buckley sehr ordentlich. Die Stürmer Petric und Valdez (wobei letzterer eher zwischen Mittelfeld und ganz vorne pendelte) waren gut im Spiel, aber halt glücklos. Der Einzige, der etwas abfiel, war Kuba, aber dem sollte man wirklich die Zeit lassen, is ja noch jung.
Die Nachricht an die Bundesliga lautet: Es gibt keine Überbayern, die sind mit Sicherheit schlagbar, auch wenn wir es heute noch nicht beweisen konnten. Und vielleicht ist es für die nächsten Spiele, insbesondere am Mittwoch im Pokal gegen Frankfurt, auch besser, dass wir die Bayern nicht mit Glanz und Gloria geschlagen haben: Wie sich das auswirken KANN, haben wir ja nach dem Auftaktsieg unter Röber erlebt.
Thomas (Gast) - 29. Okt, 00:45

Wer ist Kuba?

Nick Sweetdrums - 29. Okt, 21:44

"Kuba" ist der Spitzname unseres neuen polnischen Mittelfeld-Talents. Der heißt in Wirklichkeit Jakub Blaszczykowski, aber da wohl die Allermeisten Schwierigkeiten mit dem Schreiben des Namens haben dürften und er auch so lang ist, dass er kaum aufs Trikot passt, steht da halt Kuba und so rufen ihn auch alle - war wohl in Polen schon so.

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