Dienstag, 29. August 2006

Raketen-David fliegt nach Sevilla

Ein Transfer, den man jetzt nicht unbedingt erwartet hätte und der schon zwiespältige Gefühle auslöst: David Odonkor wechselt für deutlich über 6 Millionen Euro zu Betis Sevilla nach Spanien, die auf der rechten Seite einen Ersatz für den abwandernden Joaquin brauchten. Einerseits ist es traurig, dass ein Spieler, der in der eigenen Jugend 'aufgewachsen' ist, und der es zuletzt bis in die Nationalmannschaft geschafft hat, jetzt geht. Davids Schnelligkeit war einfach immer faszinierend, wenn er auch vielleicht bei 5 von 10 Sturmläufen irgendwo hängen blieb und vielleicht 7 von 10 Flanken nicht ankamen. Die Frage ist natürlich, wie groß das Entwicklungspotenzial noch war. Zu bezweifeln ist, dass Odonkor noch zu einem Supertechniker geworden wäre, die Flanken waren aber durchaus noch ausbaufähig.
Die Seite des Vereins ist natürlich andererseits, dass Odonkor jetzt nochmal eine ordentliche Summe einbringt, die auch, falls nötig, im Winter oder nächstes Jahr noch investiert werden kann. Zudem gibt es nun mit Tinga einen hochkarätigen Neuzugang, der besonders für die rechte Mittelfeldseite vorgesehen ist, die nach dem Wechsel zum 4-4-2 eigentlich die einzige mögliche Position für David wäre.
Noch bin ich unschlüssig, aber wenn wir im Mittelfeld halbwegs von Verletzungen verschont bleiben, kann ich den Sinn des Transfers doch irgendwie nachvollziehen, denn Odonkor hatte ja schon angekündigt, dass er eine 'Joker-Rolle' nicht ewig akzeptieren würde.
(Quelle: BVB)

3.Spieltag / VFB Stuttgart v BVB 1:3

VfBBVB0607-01VfBBVB0607-02 Am 3.Spieltag hats also geklappt und das sogar beim VFB, gegen den der BVB seit 7 Spielen nicht mehr gewonnen und auch kein Tor geschossen hatte. Dazu reichte eine Leistungssteigerung im Mittelfeld (Tinga!) und im Sturm (Frei), die Abwehr wirkte dagegen auch gegen die Stuttgarter nicht sonderlich sattelfest, obwohl das von BvM in der letzten Saison meist bevorzugte Duo Wörns / Brzenska aufgeboten werden konnte.

Das Spiel kam eher langsam in Fahrt, der BVB war zunächst die spielbestimmende Mannschaft, es gab aber wenig Zwingendes nach vorne. Das änderte sich dann in der 20.Minute, als nach einem Freistoß von Alex Frei der Stuttgarter Magnin ins eigene Tor köpfte. Zu diesem Zeitpunkt die verdiente BVB-Führung, wenn auch nicht selbst erzielt. Danach machte aber auch der VFB Druck und kam zu Chancen, in der 30.Minute gelang nach einer Standardsituation der Ausgleich per Kopf durch Tasci. Doch der BVB schlug prompt zurück:
In der 32.Minute konnte VFB-Keeper Hildebrand zwar einen harten Schuss von Frei noch abwehren, aber Kringe gelang der 'Rebound' und er köpfte aus kurzer Distanz zum 2:1 ein.
Der Rest des Spiels war ein flotter Kick mit einigen guten Chancen für den VFB, die mehrmals der überragende Weidenfeller zunichte machte, und ein paar für uns.

Wieder einmal machte aber auch der Schiedsrichter, Dr.Wack, von sich reden: Zwei plumpe Faller der Schwalbenschwaben im Strafraum wurden ebenso zurecht nicht mit Elfmetern belohnt, wie zwei angebliche Handspiele von Dede (Kopf) und Wörns (angeschossen). Nur etwa 3 Minuten vor Schluss hatte der BVB allerdings Glück, dass ein echtes Handspiel von Dede bei einer VFB-Flanke, womöglich eine 'Schutzbewegung', von Wack nicht richtig eingeschätzt wurde. Ob das wirklich spielentscheidend war, ist allerdings fraglich, denn es hatte auch eine unberechtigte Abseitsentscheidung gegen den BVB gegeben, bei der Ebi Smolarek allein durch gewesen wäre. Jedenfalls gelang uns im Gegenzug nach dem nicht gegebenen Elfer das 3:1. Nach einem herrlichen Pass vom überaus überzeugenden Debütanten Tinga schoss Frei durch die Beine von Hildebrand sein erstes Tor für den BVB, ein schöner Lohn für sein tolles Spiel, immerhin hatte er schon die ersten beiden Tore vorbereitet.

Etwas Glück war dabei, aber nach dem 3:1-Siegtor kochte die Stimmung im vollen BVB-Block über. Vom Fan-Support her war es jedenfalls ebenfalls ein sehr gelungenes Auswärtsspiel; gesungen wurde jedenfalls, unterstützt durch 1 oder 2 große Trommeln, fast das ganze Spiel über. Worüber man sich allenfalls etwas ärgern konnte, war, dass die "Desperados" ihre große Fahne in der Schlussphase ununterbrochen schwenkten, das Ganze in der 2.Reihe, und so vielleicht einige hundert Fans die eine Spielfeldhälfte kaum sehen konnten. Da wäre vielleicht etwas weniger Selbstdarstellungsdrang und etwas mehr Rücksicht auf die anderen Fans angebracht gewesen.

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